5 Trends könnten die Immobilienwirtschaft verändern
Die Stadt der Zukunft wird digital

5 Trends könnten die Immobilienwirtschaft verändern

Trend 1: Komprimierte Wohn- und Arbeitsformen prägen die Stadt der Zukunft
Mittlerweile leben und arbeiten 6 von 10 Menschen weltweit in Städten und urbanen Ballungsräumen. Laut einer Forschungsinitiative des Vereins der Ingenieure (VDI) sollen bis 2050 mehr als Dreiviertel der Weltbevölkerung ihren Lebensmittelpunkt in Städten haben. In Deutschland ist dieser Grad der Urbanisierung mit 74% bereits erreicht.
Das stellt schon heute viele Kommunen vor die Herausforderung, Städte verdichten und vorhandenen Platz effizienter nutzen zu müssen. So soll Wohn- und Arbeitsraum für die Stadt der Zukunft mit innovativen Projektideen intelligenter gestaltet werden. Einige dieser Verdichtungskonzepte wurden bereits mit Erfolg umgesetzt und werden für die Immobilienwirtschaft zunehmend interessanter.

Trend 2: Seniorengerechte Wohnimmobilien in der Stadt der Zukunft
Bereits heute liegt der Anteil älterer Menschen ab 65 Jahre in Europa im Schnitt bei 20 Prozent. Laut einer Schätzung der Europäischen Union zur Altersstruktur wird dieser Anteil bis 2080 auf 30 Prozent gestiegen sein, wobei sich auch der Anteil der Höchstbetagten (ab 80 Jahre) erhöht. In der Stadt der Zukunft müssen für diese Generation und ihre Bedürfnisse passende Immobilienkonzepte entwickelt werden.
Dazu gehören Objekte, die seniorengerechtes Wohnen in verschiedenen Formen ermöglichen: Pflegeimmobilien, barrierefrei gestaltete Wohnungen, Freizeit- und Ferienimmobilien. Zunehmend rücken auch Mehrgenerationenhäuser in den Fokus einer Stadt der Zukunft. Hier sind Objekte gefragt, die sich zum Beispiel dank modularer Wohneinheiten je nach Lebenssituation erweitern oder verändern lassen.

Trend 3: Ökologisch durch energieeffizientes Bauen
Durch die Energieeinsparverordnung von 2016 hat die Europäische Union bereits den Weg zu mehr Energieeffizienz von Immobilien eingeschlagen. Spätestens ab 2021 dürfen Neubauten nur noch als Niedrigenergiegebäude gebaut werden. Durch weniger Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß soll die Luft- und Lebensqualität in großen Ballungsräumen verbessert und ein wichtiger Beitrag zur Stadt der Zukunft geleistet werden.
Auch andere ökologische Ideen der Stadt der Zukunft sind dabei, in der Immobilienlandschaft Fuß zu fassen. So liegen nicht nur Passivhäuser und der Fokus auf erneuerbare Energien in der Hausversorgung im Trend. Auch Flächenkonzepte, wie beispielsweise Urban Gardening oder Community Gardening dürfen in einer Stadt der Zukunft nicht fehlen.

Trend 4: Die Logistik bestimmt das Gesicht der Stadt der Zukunft
In der Logistikbranche zeichnen sich schon seit vielen Jahren einschneidende Veränderungen ab. Grund dafür ist der starke Anstieg des Lieferaufkommens durch den Onlinehandel und Lieferdienste, beispielsweise aus dem lokalen Lebensmittelhandel. Zunehmend überlastete Verkehrswege in Innenstädten, blockierte Parkplätze und hohe Transportkosten zeigen den Handlungsbedarf.
Logistikdienstleister fragen deshalb verstärkt nach innerstädtischen Lagerimmobilien, in denen Güter für den Transport auf der "letzten Meile" kosteneffizient zwischengelagert werden können.
Gewerbliche Immobilien dieser Art werden auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen, vor allem in Zusammenhang mit neuen urbanen Mobilitätskonzepten.

Trend 5: Die Stadt der Zukunft wird digital
Auf viele der erwähnten Trends urbanen Wohnens reagiert die Immobilienwirtschaft bereits. Dennoch bleiben ihr zwei große Herausforderungen, die es zu meistern gilt: Der Produktmangel und die Digitalisierung der Branche.
• Um der steigenden Bevölkerungszahl in den Städten Herr zu werden, müssen nachhaltige Neubaukonzepte nach den Vorgaben der Stadt der Zukunft her. Diese müssen dringend benötigten Wohnraum für alle Einkommensgruppen schaffen. Erste Ideen, wie zum Beispiel Häuser aus dem 3-D-Drucker, werden bereits mit Erfolg in den USA getestet.
• Einen weiteren großen Meilenstein muss die Immobilienwirtschaft außerdem mit der Digitalisierung schaffen. Zum einen werden Smart Homes immer mehr zum Standard. So können beispielsweise intelligente Heizkörperthermostate, die per Smartphone bedient werden, den Energieverbrauch eines Objekts spürbar senken. Das birgt nicht nur viel Potential für Wohn- und Gewerbeobjekte, sondern auch für die Optimierung von Verwaltungsprozessen in der Immobilienbranche.

Ihr Team von Schmidt Immobilien aus Ulm

Quelle: ansehen
Schmidt Immobilien Ulm

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